Wing Chun
Kampfkunst chinesischer Herkunft. Heute sehr verbreitet (wie die unterschiedlichen Schreibweisen schon vermuten) und meist als "Selbstverteidigungssystem" gelehrt. Wing Chun besteht aus einfachen, meist sehr direkten Block-Konter- Synthesen, hohen Ständen und verallgemeinernd gesprochen ist es sehr praktisch orientiert und verzichtet auf viel Schnick-Schnack. Die erste Form, der Siu Nim Tau ("Die kleine Idee"), ist eine Art Kata mit verschiedenen Hand- und Fußpositionen.
Bild: GM Yip Man
Bild: Chi Sao- "Klebende Hände"
Anmerkung: Der gerade in dieser Kunst zu beobachtende Trend einer kommerziellen "Ausschlachtung" (man beachte die verschiedenen "Systeme"!) im Sinne einer Ausdifferenzierung seiner Bestandteile und marketingsubstituierter Verbreitungsstrategien, die sich mit Schlagwörtern an den immer mehr zu beoachtenden Individualisierungsprozessen und den sich daraus ergebenden Ansprüchen von "Exklusivität", u.ä. orientiert, ist generell sehr skeptisch zu betrachten und sollte im Sinne der Erhaltung einer ursprünglichen Lehre und "Reinheit" in den Hintergrund treten. Der Lehrende steht in kulturhistorischer Pflicht und sollte seine Schüler nicht für dumm verkaufen. Adaptationen an die Alltagswelt sind notwendig und immer positiv zu bewerten; eine Kampfkunst durch ökonomische Interessen auszudifferenzieren erscheint mir jedoch unnötig und unsinnig...
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