
Karate
Ursprünglich: "Chinesische Hand"- das Schriftzeichen wurde durch Gichin Funakoshi in seine heutige Bedeutung ("Der Weg der leeren Hand") geändert. Von Okinawa stammende und in Japan modifizierte Form der Zweikampftechniken. Das vom IOC anerkannte Karate gliedert sich in viele verschiedene Stile, die sich in Schwerpunktlegung, Ausführung der Techniken, teilweise Art der Techniken, Wettkampfform und Organisationsstruktur voneinander unterscheiden, dennoch hat Karate seinen eigenen Charakter und kann sehr gut (auch vom relativ ungeschulten Betrachter) von anderen Kampfkunstdisziplinen unterschieden werden. Hauptaugenmerk beim Karate liegt auf Faust- und Tritttechniken (60% zu 40%). Grob eingeteilt wird zwischen dem Kihon (Basistechniken), Kata/ Sifat/ Saifa (vorgegebener, technischer Formlauf gegen imaginäre Gegner) und Kumite (dem Zweikampf in verschiedenen Ausprägungen) unterschieden. Auch Bruchtests (Tameshiwari) werden des öfteren bei Demonstrationen oder bei Vollkontaktturnieren praktiziert. In Deutschland ist Karate vor allem im DKV (mit 120.000 Mitgliedern) organisiert. Wenn man vom Karate spricht, ist oftmals Shotokan- Karate nach Gichin Funakoshi gemeint, da diese die "populärste" und am besten organisierte Karatestilrichtung in heutiger Zeit darstellt. Jedoch sollte natürlich nicht ausser Acht geraten, dass noch viele andere Stilarten des Karate bestehen und diese alle ihren rechtmäßigen Platz in der Karategemeinschaft haben. Herausragende Kämpfer im Shotokan: Christophe Pinna (Frkr., s. Bild r.u.), mehrfacher franz., Europa- und Weltmeister / Mark Haubold (Dtld), Weltmeister ´98, Vize 2000 / Lazar Boscovic (Dtld), Weltmeister 2000 / Davide Benetello (Italien) Vize-WM 2000 u.a. Titel.
Christophe Pinna (Frkr.)
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