Bushido

Bushi=chin. "Samurai", Do= jap. "der Weg". "Der Weg der Samurai". Strenger Gesetzeskodex der Kriegerkaste im alten Japan. Vor der Umwandlung in einen Gesetzeskodex "Kyuba-no michi", der "Pfad von Bogen und Pferd". Die Samurai waren in Familien, sog. Clans organisiert. Bis ins 19.Jh. bestand ihre Ausrüstung aus zwei Schwertern, einem Speer und einem Bogen, was den Samurai z.B. im Kampf gegen die "wilden" Mongolen gar nicht gut bekam. Diese überrannten ihre Gegner förmlich und wo wir gerade von "förmlich" sprechen: der förmliche, oder gar vornehme Kampfstil eines Samurai, der sich vor seinem Ableben noch beim Namen nennt und in Würde stirbt und der sich zuvor seinen Gegner "aussucht", war den Mongolen fremd, deshalb war es für sie ein Leichtes die in tradierten Werten schwelgenden und die völlig verblüfften Samurai zu überwinden. Auch die fortgeschrittene Waffentechnik der Mongolen (kurze Bögen, leichte Säbel und Kanonentechnik) war der der Samurai weit überlegen. Erst mit der Ankunft der Portugiesen in Japan wurde "höhere Kriegstechnik" eingeführt, ein Indiz dafür wie stark das sehr traditionsbewusste Japan in seine kulturellen und religiösen Strömungen verflochten war (und natürlich heute auch immer noch ist). Der Samurai war ein Mann von Ehre, ein Mann des Krieges, dennoch war er kein stupides Werkzeug seiner Herrn, sondern war u.a. dazu angehalten, sich in der Philosophie und Malerei zu verwirklichen, sozusagen ein "Gentleman des alten Japan".

Bild: Katana (jap. Schwert)

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