Styles and Stories
In dieser Rubrik werden einige Karatestilrichtungen und deren Entstehungsgeschichte näher beleuchtet.
Was ist denn eine "Stilrichtung"? Bei näherer Betrachtung der inneren Strukturen des Karate kommt man nicht umher, Karate als ein in verschiedene Stile differenziertes System zu verstehen. Wie auch im chinesischen Gong Fu ist das Karate in verschiedene Stile, d.h. technische und ideologische Interpretationen der Grundtechniken und ihrer Anwendungen, unterteilt. Der "Stil" reflektiert dabei die jeweils individuellen Auffassungen des Stilbegründers. Diese Auffassungen äußern sich darin, dass zwischen den verschiedenen Karatestilen Unterschiede in der Ausführung der Techniken bestehen. Einige Stile haben ihren Schwerpunkt beispielsweise in harten, direkten Techniken, die mit Kontakt geübt werden (z.B. Kyokushin Karate), andere Stile hingegen legen Wert auf eine ausgewogene Mischung aus harten und weichen, d.h. ableitenden Techniken (z.B. Goju-Ryu Karate). Weitere Charakteristika jeden Stils sind die dem System zu Grunde liegenden Kata, den vorgeschriebenen Bewegungsabläufen. Einige Beispiele für verschiedene Stilrichtungen: Kyokushin, Shotokan, Wado-Ryu, Shito-Ryu, Goju-Ryu, Seidokan, Uechi-Ryu, Shorin-Ryu, Kenpo, Kempo Karate |
Ein kurzer ´Styleguide´: Stil: Kyokushin Karate Begründer: Masutatsu (Mas) Oyama (Japaner/Koreaner) Spezialität: Lowkicks, Empi, Bruchtests Kampf: Vollkontakt (Tiefschutz und Schienbeinschutz) Stil: Shotokan Karate Begründer: Gichin Funakoshi (Japaner) Spezialität: größte internationale Stilrichtung Kampf: Leichtkontakt Stil: Kenpo Karate Begründer: Ed Parker (USA, Hawaii) Spezialität: ökonomische Bewegungen, Anwendung biomechanischer Prinzipien Kampf: Kein spezielles System |
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