Hinweis zum Dehnen

Wie aktuelle sportwissenschaftliche Studien belegen ist das passiv-statische Dehnen
zum Aufwärmen und zur Vorbereitung zum Training als ´nicht- effektiv´ einzustufen.
Das statische Dehnen dient vielmehr einer allgemeinen Verbesserung der Dehnbarkeit
der Bänder und Sehnen und vermindert nachfolgende Kraftleistungen (wie Studien zum
Bankdrücken zeigen) nicht unerheblich. Auch kann die zuvor bewirkte Erhöhung der
Körpertemperatur durch Laufen, etc. durch ein passiv- statisches Dehnen wieder revidiert
werden, man wird wieder "kalt".

Wie sollte also vor dem Training gedehnt werden ?

Eine effektive Form des Dehnens vor dem Training (oder als Bestandteil des Aufwärmprogramms)
stellt des aktiv-dynamische Dehnen oder die althergebrachte Schwunggymnastik dar. Nach dem ersten
Teil der Aufwärmphase, der die Körpertemperatur erhöht und die Durchblutung ankurbelt (Laufen, Anfersen, Sidesteps, usw.) sollten dynamische Dehnübungen wie das Heranziehen des Beines zur Brust, das Nach-hinten-Schwingen des gestreckten Beines, u.ä. angeschlossen werden, da diese das Kraftpotential der Muskulatur
(so wie es das passiv- statische Dehnen tut) nicht mindern und den Organismus weiter beanspruchen.

Ein passiv-statisches Dehnen kann dann in einer Cool- Down- Phase am Ende des Trainings
oder an anderen Tagen separat durchgeführt werden, da hier der Nutzen für die absolute
Dehnbarkeit der Bänder höher ist als beim aktiv- dynamischen Dehnen.